Packet - Radio - Lexikon

Vorwort:

Diese Informationsschrift beinhaltet:
einen Text aus der Mailbox der Teuto><Link DBBQ Paderborn

Liebe User, liebe Sysops,

auf vielfachen Wunsch und weil die PR-Lexikon-Files wohl ueberall der Lifetime zum Opfer gefallen sind spiele ich sie hiermit nochmals wieder in, in der praktisch unveraenderten Form wie bisher.
Ich mache darauf aufmerksam, dass in den ersten Beitraegen einige Dinge genannt wurden, die sich inzwischen geaendert haben koennten - z.B. die Versions-Nummern von Programmen usw..... Aber bekanntlich ist nichts so unaktuell wie die Zeitung von gestern, hi.
Ich spiele die Einzel-Beitraege in die Rubrik LEXIKON ein, weil es so mit meinem oertlichen Sysop vereinbart wurde und weil eine solche Rubrik vielerorts existiert.
Ich habe deshalb die Bitte, dass die Sysops - wenn sie diese Files nicht in eine andere langlebige Rubrik umkopieren - doch zumindest die Lifetime der Rubrik LEXIKON so hochsetzen, dass die Newcomer sie auch in einigen Monaten noch finden.

Dafuer vielen Dank im Voraus.
vy 73 Jochen DJ1XK @ OE9XPI

Inhaltsverzeichnis

Das WAS-IST = PR-LEXIKON fuer Newcomer

Packet-Radio ?

Packet (englisch) = Paket, d.h. die Daten werden "paketweise" mit hoher Geschwindigkeit (300,1200,9600 Baud und mehr) uebertragen, zwischen den Paketen ist die Frequenz frei zur Verfuegung anderer Stationen. Im Normalfall wird jede Zeile (begrenzt durch RETURN) zu einem Paket zusammengefasst. Im Gegensatz dazu werden bei normalem Funkfernschreiben (RTTY = Radio Teletype) die Daten fortlaufend mit relativ geringer Geschwindigkeit (z.B. 45,45 Baud) uebertragen, waehrend der ganzen Zeit ist die QRG belegt.
Packet-Radio folgt der X.25-Norm, wie sie bei drahtgebundenen Uebertragungen benutzt wird, modifiziert sie aber in einigen Punkten (z.B. Adressfeld und UI-Frame). Sie wird dadurch zur AX.25-Norm, sie ist in dieser Form von der IARU verabschiedet worden.

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Frame ?

Frame (englisch) = Rahmen, d.h. die eigentlichen zu uebertragenden Daten werden in 'Frames' eingebettet, wo sie von Steuerinformationen (z.B. den Adressfeldern mit Absender-/Digipeater-/Empfaenger-Call&frac12; umgeben sind.
Es sind also in jedem zu uebertragenden Paket Absender und Empfaenger als auch ggf. Digipeater enthalten, d.h. jeder (auch die ueberwachende Lizenzbehoerde) kann nachvollziehen, wer und was da sendet.

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Frame-Check-Sequence ?

Eine Pruefsumme in jedem Frame, mit deren Hilfe die fehlerfreie Uebertragung des Frames festgestellt werden kann.

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Sequence-Number ?

Sequence-Numer (englisch) = Folgenummer ist im Frame enthalten und kennzeichnet die richtige Reihenfolge der Datenbloecke.

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Handshake ?

Handshake (englisch) = 'Haendeschuetteln' nennt man das Verfahren der Quittierung jedes empfangenen Frames. Damit wird im Falle eines Uebertragungsfehlers oder eines verlorengegangenen Frames die entsprechende Wiederholung veranlasst. Es duerfen bis zu 7 Pakete ausgesendet werden, dann muss die entspr. Quittung kommen !

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Digipeater ?

Digipeater (englisch) = Digital Repeater = 'Wiederholer' ist eine Art Relaisfunkstelle. Aber anders als bei Fonie wird ein empfangenes Paket im Digipeater gespeichert, untersucht, und wenn er fuer dieses Paket als Digipeater im Adressfeld eingetragen ist, anschliessend wieder ausgesendet. Digipeater arbeiten also im Normalfall im sog. Simplexmodus auf einer Frequenz. Man muss einen Digipeater gezielt angeben, wenn man ihn benutzen will.

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Digi ohne Link ?

ein Digipeater obiger Art ohne 'Querverbindung' zu anderen Digipeatern.

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Netzknoten ?

ein Digipeater mit 'Querverbindung' zu anderen Netzknoten, wobei diese Verbindungen (englisch Link = Kettenglied) zumeist auf hoeheren Frequenzen realisiert werden (vorzugsweise auf 23 cm). Dadurch entsteht ein 'Netz', das wesentlich stoerungsfreier als die einfachen Digipeater zur Verbindung ueber groessere Entfernungen benutzt werden kann.

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Hop-to-Hop ?

Bei normaler Digipeater-Uebertragung muss das Paket vom Absender her wiederholt werden, wenn irgendwo auf der Strecke ein Uebertragungsfehler passiert. Beim Hop-to-Hop-Verfahren (z.B. bei Thenet/NetRom und RMNC ab V2.0) wird nur auf dem durch den Fehler betroffenen 'Hop' (englisch = Sprung) wiederholt, dh. das Handshake erfolgt fuer jede Teilstrecke getrennt.

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TheNet / NetRom ?

die deutsche (TheNet) bzw. amerikanische (NetRom) Version der Software, die in Netzknoten dafuer sorgt, dass die empfangenen Pakete zum richtigen Ziel-Netzknoten weitergeleitet werden. Diese Netzknoten arbeiten mit TNC1 oder TNC2 als Hardware. Fuer jeden Benutzerzugang und jede Linkstrecke muss ein eigener TNC vorhanden sein, diese werden auf der V.24-Seite miteinander verbunden.

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RMNC ?

'Rhein-Main-Network-Controller' (RMNC) ist die Bezeichnung fuer ein Hardware-/Software-Konzept, das etwas anders als TheNet/NetRom, aber vergleichbar arbeitet. RMNC benutzt eine eigene Hardware-Entwicklung, die insbesondere bei groesseren Netzknoten billiger ist als die Verwendung der TNC2s. Anders als bei TheNet/NetRom muss bei den derzeitigen Versionen jeder Zwischenknoten als Digipeater angegeben werden. Ab Version V2.0 erfolgt das Handshake im Netz im 'Hop-to-Hop'-Verfahren, der RMNC-Knoten kann dann connected werden und gibt Infos aus bzw. kann im 'convers'-Modus benutzt werden. Bei der geplanten Version 3.0 soll vom Einstieg her der Ausstieg in einem Zug connectet werden koennen, d.h. die Zwischenknoten muessen dann nicht mehr angegeben werden !

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TNC ?

Terminal Node Controller (englisch) = Anschluss-Steuer-Geraet. Das ist das Stueck Hardware, das beim Benutzer zwischen Funkgeraet und Computer (=Terminal) angeschlossen ist. Der erste TNC wurde von der amerikanischen TAPR-Gruppe 1983 vorgestellt (TNC1), spaeter kam von TAPR der TNC2. Es gibt Weiterentwicklungen wie TNC2C (C-MOS), TNC220, PK-232, KAM usw. In dem Mikroprozessor des TNC wird das empfangene Paket entschluesselt, das auszusendende Paket verschluesselt. Der nachgeschaltete Computer mit Terminalprogramm dient nur zur Bedienung, er ersetzt also das bei Grossrechnern uebliche 'Terminal'.

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DIGICOM ?

Besitzer des Commodore-Rechners C-64 (und C-16, C-128) koennen auf den aufwendigen TNC verzichten: Ein Programm DIGICOM erledigt alle sonst im TNC und im Terminalprogramm durchzufuehrenden Aufgaben gemeinsam, es ist statt der aufwendigen TNC-Hardware nur ein Modem notwendig. Eine DIGICOM-Station kann in gewisser Weise ferngesteuert werden, d.h. der Partner kann z.B. Floppylaufwerk und Drucker einschalten usw.

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Modem ?

Ein Kunstwort aus MOdulator/DEModulator, d.h. es setzt Digitalsignale in NF-Toene um (Senderichtung) und umgekehrt NF-Toene in Digitalsignale (Empfangsrichtung). Ein Modem ist auch im TNC enthalten.

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connect ?

connect (englisch) = verbinden. Durch Aussenden eines speziellen Frames meldet der Absender seinen Verbindungswunsch beim Ziel an. Dazu gibt es ein Kommando, das man eintippen muss:
c(onnect) zielrufzeichen (via digirufzeichen (digirufzeichen))
Wenn die Zielstation das connect akzeptiert, sendet sie eine spezielle Quittung, wodurch beim Absender die Meldung
*** connected to zielrufzeichen
erscheint. Lehnt das Ziel die Verbindung ab, erscheint *** busy (=belegt), meldet sich das Ziel nicht, erscheint *** Failure with ziel (Fehler).

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convers ?

conversation (englisch) = Unterhaltung. Beim normalen TNC (oder DIGICOM) ist das der Modus, in dem man sich unterhaelt. Es gibt aber bei speziellen Netzknoten (z.B. DB0ID) bzw. bei RMNC-Netzknoten ab V2.0 einen Modus, in den man sich durch ein Kommando (z.B. //convers) hineinloggen kann, und in dem dann eine groessere 'Runde' gefahren werden kann (normalerweise sind ja immer genau 2 Stationen miteinander verbunden !). Einzelne Teilnehmer dieser Runde koennen sich auf einen gemeinsamen CHANNEL einigen, in dem sie dann sozusagen allein drin sind, d.h. die Runde wird kleiner und gemuetlicher. Jedem Teilnehmer wird alles, was 'gesagt' wird, fehlerfrei zugestellt. Ein ideales Instrument, um sich 'in einer Runde' zu unterhalten !

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Hostmode ?

Host (englisch) = 'Hausherr', ein besonderer Modus des Terminalprogramms, in dem es selber das 'Sagen' hat (und nicht der TNC !). Dazu wird im TNC spezielle Software (von WA8DED) benoetigt. Vorteil: eine besonders anwender-freundliche Bedienung, getrennte 'Schirme' fuer Sende- und Empfangs-Richtung, fuer Mehrfach-Connects besonders eingerichtet.

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Mehrfach-Connect ?

Man kann mit mehreren Stationen gleichzeitig verbunden sein, also z.B. eine Unterhaltung pflegen, waehrend man parallel dazu eine Mailbox abruft.

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Benutzer-Zugang ?

Das ist bei einem Netzknoten dasjenige Funkgeraet, ueber das die Benutzer 'einsteigen'. Alle anderen Funkgeraete dienen der Link-Verbindung bzw. dem Zugang zur Mailbox (BBS).

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Voll-Duplex-Digi ?

Das ist ein Netzknoten, der alles, was er empfaengt, gleichzeitig sofort wieder aussendet, genau wie ein Fonie-Relais. Er belegt also ein Frequenzpaar. Vorteil: normalerweise hoeren sich entfernte Benutzer nicht gegenseitig und stoeren sich ('druecken sich weg'), wenn sie zufaellig gleichzeitig zu senden beginnen. Beim Voll-Duplex-Digi sendet dieser sofort das empfangene Signal wieder aus, so dass jedermann hoert, ob die QRG frei ist. So gibt es dann kaum noch Kollisionen, bei denen Pakete 'zusammen- stossen' und dadurch gestoert werden. Man kann so ueber das 'Echo' digipeaten, ohne den Netzknoten in seinem connect-Kommando ueberhaupt zu nennen, da der Voll-Duplex-Digi in diesem Fall ja selber nicht taetig werden muss. Ein Beispiel fuer einen Voll-Duplex-Digipeater ist DB0DQ Feldberg/Schw.

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BBS = Mailbox ?

Ein Bulletin-Board-System (englisch) = 'schwarzes Brett' oder eine Mailbox (englisch) = Briefkasten ist eine Packet-Radio-Station, bei der nicht ein Mensch die Tastatur bedient, sondern wo ein Computer vollautomatisch arbeitet. In einer Mailbox (oft kurz 'Box' genannt) kann man allgemein-interessierende Informationen und persoenliche Nachrichten (an ein Rufzeichen gerichtet !) einspeichern und wieder auslesen. Durch entsprechende Bedienung (wird durch ein Help-Kommando erklaert) kann man sich ueber den Inhalt und die Neuigkeiten informieren.

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Life-Timer ?

Life (englisch) = Leben, Life-Timer (englisch) = Lebensdauer. Beim Eintragen von Bulletins in die Mailbox wird die gewuenschte Lebensdauer der Info mitgegeben, bzw. es wird der fuer die betreffende Rubrik geltende Voreinstellwert genommen. Nach Ablauf der Zeit wird das Bulletin automatisch geloescht.

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Store and Forward ?

Store and Forward (S&F) (englisch) = speichern und weitergeben. Nahezu alle Mailboxen sind an das S&F-Netz angeschlossen. Das bedeutet, dass man beim Einspeichern einer Nachricht angeben kann, ob und zu welcher anderen Mailbox diese Info weitergegeben werden soll. Dies geschieht oft zu naechtlicher Stunde, wenn die Linkstrecken ansonsten frei von Traffic sind. Durch S&F kann man Nachrichten an Freunde senden, die an einer fernen Mailbox als Benutzer eingetragen sind, und man kann allgemeine Infos z.B. in ganz DL oder ganz Europa verteilen.

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MYBBS ?

Danach wird man als neuer Benutzer einer Mailbox oft gefragt, solange, bis man diese Frage beantwortet hat. Man soll naemlich hinterlegen, zu welcher Mailbox eintreffende persoenliche Nachrichten evtl. weitergeleitet werden sollen. Das ist sowas wie der 'Nachsende-Auftrag' bei der Post ! In der Heimat-Mailbox sollte man dann eben diese als MYBBS eintragen, damit man nicht mehr gefragt wird, hi.

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Monitor ?

Monitor (englisch) = 'Aufseher'. Im Monitor-Modus kann man alles, was man empfaengt, auch auf den Schirm bringen, d.h. man kann die Aktivitaet auf der Frequenz beobachten. Dadurch ist man z.B. im Bilde, wer gerade in PR aktiv ist, und man kann aus der Mailbox ausgelesene Infos (teilweise verstuemmelt) mitlesen, sieht also, was es neues gibt. Da man selber mit der sendenden Station nicht 'connected' ist, nimmt man aber nicht an eventueller Fehlerkorrektur teil, d.h. evtl. koennen Pakete fehlen, weil sie fehlerhaft empfangen wurden. Es gibt aber bei manchen TNCs eine Einstellung, bei der selbst fehlerhafte Pakete dargestellt werden.

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MH-Liste ?

Monitor-heard (englisch) = 'mitgelesen'. Die moderneren TNCs fuehren eine Liste, in der die zuletzt mitgelesenen 18 Stationen (z.T. mit Uhrzeit) aufgefuehrt sind. Durch das MH-Kommando kann man diese Liste auf den Schirm bringen und sich so vergewissern, wer gerade aktiv war.

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Beacon ?

Beacon (englisch) = Bake. Eine Einrichtung in nahezu jedem TNC, die es gestattet, alle soundsoviel Sekunden (oder soundsoviel Sekunden nach der letzten Aktivitaet auf der QRG) ein Baken-Paket auszusenden, das normalerweise an 'CQ' gerichtet ist. Den auszusendenden Text kann man mit dem Kommando BTEXT eingeben. Diese Einrichtung war fuer die Fruehzeiten des PR interessant, heutzutage stoert sie aber nur. Also bitte alle Baken abschalten, durch Eingabe des Kommandos 'Beacon Every 0'.

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TNC-Einstellungen

Prinzipiell:

Im EPROM (=Festwertspeicher) des TNC sind Voreinstellungen enthalten, die bei der ersten Inbetriebnahme in den RAM-Speicher (=Schreib-/Lese Speicher) kopiert werden. Dort koennen ssie durch Kommandos veraender werden. Die Werte im RAM werden durch eine Lithium-Batterie oder einen NiCad-Akku auch nach Abschalten der Betriebsspannung erhalten.

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Achtung:

Wenn diese Werte trotz Batterie auf ihren Voreinstell-Wert zurueckgesetzt worden sind, ist entweder die Batterieschaltung defekt, oder in der Resetschaltung des TNC ist ein 74HCxxx-Baustein verwendet worden, der kritische Impulsdurchlaufzeiten hat; er ist dann durch einen 74LSxxx-Baustein zu ersetzen (Tip von DL1GEH).

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Allgemein:

Im allgemeinen sind die Voreinstellwerte durchaus fuer den ersten PR-Betrieb zu gebrauchen - beim TNC2C ist allerdings der Parameter TXD von 20 auf 30 umzusetzen, und es ist MYCALL einzugeben ! Wer letzteres vergisst, erscheint bei den staunenden Gegenstationen mit dem Rufzeichen NOCALL - das ist naemlich die Voreinstellung. Wenn das allerdings haeufiger passiert, ist der vorherige Abschnitt zu konsultieren !

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AX25L2V2 ON

Der TNC arbeitet mit Version 2 des AX.25-Protokolls (die Version 1 konnte gewisse Dinge noch nicht so toll).

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BEACON EVERY 0

Die Bake des TNC ist abgeschaltet (wichtig !).

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CBELL OFF <aendern>

Die Connect-'Klingel' ist ausgeschaltet, man sollte sie in die Stellung ON bringen - dann wird man naemlich geweckt, wenn man von einer anderen Station connected wird.

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CMSG OFF <aendern>

Die Connect-Message ist abgeschaltet, man sollte sie mit ON einschalten, denn dann wird dem Anrufer eine kurze Message uebermittelt, siehe CTEXT.

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COMMAND $03

Dieses ASCII-Zeichen (= CTRL-C) dient dazu, in den Command-Modus umzuschalten, wenn man z.B. im Convers-Modus ist. Diese Einstellung sollte man pruefen, wenn sie verstellt ist, sucht man lange.....

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CONMODE CONVERSE

Nach dem connect bin ich damit im converse-Modus.

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(CONNECT zielrufzeichen (VIA digirufzeichen digirufzeichen))

Dieses Kommando lernt jeder Benutzer zuerst und beherrscht es dann auch, man braucht es ja auch fuer jede Verbindung....

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CONOK ON

Das heisst, dass ich connect-Versuche von Gegenstationen akzeptiere.

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CONVERS (oder K)

Dies ist ein Direkt-Kommando, mit dem man in den Convers-Modus schaltet, d.h. alle weiteren Eingaben werden dann ausgesendet. Wenn man vorher nicht connected hat, gehen diese Sendungen an das Ziel, welches durch UNPROTO eingestellt ist, zumeist CQ. In den Command-Modus zurueck kommt man durch Eingabe von CTRL-C.

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CTEXT <aendern, kein Voreinstell-Wert>

Diesen Text bekommt die Gegenstation zugestellt, wenn sie unseren TNC connected und CMSG ON ist. Dieser Text koennte so aussehen:

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CTRL-G hier ist Jochen in Konstanz - bitte BELL oder disc CTRL-G

Das Zeichen CTRL-G am Anfang und Ende erzeugt je ein BELL, also Klingel, beim Empfaenger, und er wird aufgefordert, seinerseits zu klingeln, damit ich es hoere, falls ich im Nebenzimmer bin.

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DISCONNE

Das Disconnect-Kommando. Wenn ich im Gespraech - also im Convers-Modus bin, muss ich erst CTRL-C eingeben, um in den Command-Modus zu gelangen, denn nur dort kann ich Kommandos eingeben wie dieses D !

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DWAIT 40

Verzoegerungszeit (* 10) in msek vor Aussenden eines Info-Frames. Ein Digipeater benutzt hier 0, hat also Vorrang.

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FRACK 3

Das ist die Zeit (in Sekunden), die auf das ACK, also die Quittung fuer ein ausgesandtes Paket, gewartet wird. Kommt sie nicht in dieser Zeit, wird nachgefordert ('gepollt').

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FULLDUP OFF

Voll-Duplex-Betrieb muss (!) ausgeschaltet sein, nur fuer OSCAR-Betrieb ist ON sinnvoll.

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HBAUD 1200

Wenn man die HF-Baudrate per Kommando einstellen kann, dann so. In manchen TNCs geschieht das auch im Innern per Drahtbruecke/Dip-Schalter.

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MALL ON

Beim Monitoren werden alle Pakete angezeigt.

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MAXFRAME 2

Das ist die Zahl der Frames (=Pakete), die maximal unbestaetigt sein duerfen. Der Wert darf bis zu 7 betragen, aber das waere viel zu hoch !

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MCON OFF

Damit ist die Monitor-Funktion waehrend des connect-Zustands abgeschaltet. Wer auch waehrend eines connects monitoren will, muss ON geben. Aber Achtung: dann werden auch die connect-Pakete wie Monitor-Pakete dargestellt.

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MFILTER $00

Damit gibt man (bis zu vier) ASCII-Zeichen an, die nicht zum Terminal weitergeleitet werden soll (weil sie dort Unsinn beim Monitoren anrichten). Achtung: MFILTER $07 verhindert die Klingel, man wird sonst verrueckt im Shack, weil es dauernd klingelt, hi ! Manche TNCs filtern bei $80 alle stoerenden Steuerzeichen aus ! Im Connect-Zustand werden alle (alle) Zeichen an den Computer weitergegeben.

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MHEARD

Gibt eine Liste der 18 zuletzt gehoerten Rufzeichen aus

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MONITOR ON oder 4

Je nach TNC muss man hier eingeben, um zu 'monitoren'. Mit OFF oder 0 wird nicht gemonitort.

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MYALIAS <aendern>

Hier sollte man - wie bei MYCALL - sein eigenes Rufzeichen eingeben. Ansonsten siehe MYCALL.

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MYCALL <aendern>

Hier unbedingt das eigene Rufzeichen eingeben, sonst ist man ggf. mit NOCALL in der Luft ! Das haben weder die Gegenstationen noch die Bundespost gern.....

Man kann auch einen sog. SSID (Sub-Station Identifier, 1-15) ans Rufzeichen anfuegen, wenn man mehrere Stationen parallel betreibt. Beispiel: DJ1XK-3 heisst, dass ich mobil qrv bin !

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NEWMODE OFF <aendern>

Hier sollte man ON eingeben, sonst bleibt der TNC nach einem disconnect im convers-Modus, und man moechte doch sicher in den Command-Modus zurueck !

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PACLEN 128

Die maximale Paket-Laenge. Darf bis 255 betragen.

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PASSALL OFF

Bei ON werden auch 'defekte' Pakete angezeigt, das ist der 'Gammelmodus' beim Monitoren. Normalerweise nicht zu empfehlen.

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SENDPAC $0D

Das ist das Zeichen, das normalerweise das Absenden eines Paketes ausloest, hier also RETURN.

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TRIES n

n ist hier die Zahl der Versuche, die bisher fuer das aktuelle Paket aufgewendet wurden. Mit TRIES 0 kann man den Zaehler im Falle einer sehr schlechten Verbindung nochmals zuruecksetzen, bevor abgebrochen wird, weil die 10 Wiederholungen vorbei sind.

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TXDELAY 20 <aendern>

Diese Zahl (* 10) in msec gibt die Hochtastverzoegerung fuer den Sender an. In dieser Zeit sollte das Antennenrelais schalten, die PLL einrasten und der Squelch der Gegenstation aufgehen. Der Wert 20 (=200 msec) ist zu kurz,man sollte 30 (=300 msec) einstellen !
Bei Betrieb ueber Voll-Duplex-Digipeater reicht meist auch 30 noch nicht, bei Digis mit XR2211-Squelch kann man sogar 10 versuchen.

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UNPROTO CQ

An den Empfaenger CQ werden die Pakete gesendet, wenn man vom Command-Modus in den Convers-Modus schaltet und sendet, ohne connected zu sein. Hier kann man auch einen Digipeater mit angeben, wenn erforderlich.

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USERS 1

Hier kann man die Zahl der parallel moeglichen Connects angeben. Fuer den Anfang ist 1 sicher richtig, sonst verhaspelt man sich leicht.

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Nachsatz:

Die Kommandos sind hier alle voll ausgeschrieben worden; man kann sie im allgemeinen abkuerzen. Das ist jedoch von TNC zu TNC etwas unterschiedlich, die Abkuerzung muss gegenueber den 'benachbarten' Kommandos jedoch eindeutig sein !

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Beispiel:

M bedeutet MONITOR, MAX bedeutet MAXFRAME
MY bedeutet MYCALL, MYA bedeutet MYALIAS
U bedeutet UNPROTO, US bedeutet USERS

Es werden also die wichtigeren = haeufigeren Kommandos mit den kuerzeren Eingaben getippt !

Wer allerdings im Hostmode arbeitet, also die WA8DED- oder TheFirmware-EPROMs in seinem TNC stecken hat, muss sich mit voellig anderen Kommandos anfreunden. Aber der gehoert sowieso zu den Fortgeschrittenen.....

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Was benötigt man neben Funkgeraet und Computer,
um in PR qrv zu werden.

Wer einen C-64 sein eigen nennt, braucht nur das DIGICOM-Programm und ein Modem, dann ist er schon dabei.
Wer einen anderen Computer sein eigen nennt, braucht ein Terminal-Programm und einen Terminal-Node-Controller (TNC).
Ein Wort der Warnung zum Terminal-Programm: das in manchen Handbuechern abgedruckte fuenfzeilige BASIC-Demo-Programm tut es nicht.... man braucht schon was vernuenftigeres....
Und noch ein Hinweis: das Terminalprogramm sollte alle (wirklich alle !) Sonderzeichen durch Druecken auf die richtige Taste hervorbringen, man braucht sie naemlich fuer PR - manche amerikanischen Terminalprogramme tun sich mit den deutschen Tastaturen gewisser Computer da sehr schwer. Es faengt damit an, dass Y und Z vertauscht sind, und endet mit dem dauernden Suchen nach dem "Doppelpunkt".

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Den "Klammeraffen" (@) und das "Minuszeichen" (-) braucht man beim Mailboxbetrieb dauernd !

Das Terminalprogramm sollte einen sogenannten Capture-Modus haben, der es gestattet, die PR-"Sitzung" auf Floppy "mitzuschneiden". Warum ?

In den Mailboxen findet man viele interessante Informationen, z.B. auch die kompletten Handbuecher zu DIGICOM, DieBox, TheNet usw. Vom einmal Auslesen lernt man die sicher nicht auswendig, sondern man moechte darin wie in einem Buch lesen koennen. Also muss man sie ausdrucken koennen, man braucht also einen Drucker am Computer.

Und manche Informationen braucht man auch mehrfach auf Papier, z.B. um sie an kuenftige PR-Newcomer weiterzugeben.

Es ist aber nicht sinnvoll, die Mailbox mehrfach "anzuzapfen", weil man dadurch die Linkstrecken und Frequenzen unnoetigerweise belegt. Also "schneidet" man alles, was man ausliest, zuerst mal auf Floppy mit und entscheidet anschliessend, ob es aufbewahrenswert ist bzw. gedruckt werden soll oder sofort wieder geloescht werden kann.

Manche Informationen sollte man vor dem Ausdrucken mit Hilfe eines Texteditors o.ae. erst noch "verschoenen". So kann man die PR-Karten, die zumeist aus mehreren Teilstuecken bestehen, auch zuerst in einem File vereinen, sofern man das mit der vorhandenen Software kann, und dann die "Trennstellen" mit dem Editor saeubern. Beim C-64 geht das z.B. so, wenn man "alt1", "alt2" und "alt3" zu "neu" vereinen will:

Auf diese Weise kann man interessante Informationen auf Floppy sammeln, die - aufgrund des Lifetimers - irgendwann aus der Mailbox wieder "herausfallen" wuerden und dort damit nicht mehr greifbar waeren.

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Problemen der Zugriffs-Zeiten zur naechsten Mailbox.

Jeder mag das schon beobachtet haben:

normalerweise geht der Datenstrom sehr flink, man hat kaum Zeit, die Informationen auf dem Schirm zu lesen, schon werden sie weggerollt, aber manchmal geht das ganze direkt zaehfluessig, es dauert Minuten, bis die naechsten Zeilen kommen.

Woran liegt das ?

Am meinem eigenen Beispiel moechte ich das erlaeutern.

Der Zugriff von DJ1XK zur naechsten Mailbox sieht wie folgt aus:

DJ1XK Konstanz/Bodensee

!

2 m

!

OE9XPI-2 Bregenz

Abzweig <---> OE9XPI-7 Bregenz

!

70 cm (derzeit noch, spaeter 23 cm)

!

Abzweig <---> DB0HP Plettenberg/Sueddeutschland

!

70 cm

!

DB0CZ BBS Tennenbronn

Die 2-m-Strecke kann ich im Lautsprecher ueberwachen, da ist am Sonntag abend nicht viel Betrieb.

Aber was ist mit den 70-cm-Strecken, ist da vielleicht ISM-QRM ?

Wohl kaum, abends und am Wochenende sind die ISM-Betreiber nicht qrv.

Aber von den Netzknoten "unterwegs", also OE9XPI-7 und DB0HP, zweigen Linkstrecken zu anderen Netzknoten ab, und da liegt vielleicht die Erklaerung.

Wenn naemlich eine solche abzweigende Linkstrecke irgendwo (muss nicht direkt hinter dem Abzweig sein !) schlecht ist, stauen sich in allen Netzknoten vor der schlechten Strecke die Pakete, und sie stauen natuerlich auch in die Netzknoten zurueck, die ich bei meinem Zugriff durchlaufe.

Und da in einem Netzknoten nur eine begrenzte Anzahl von Paketen zwischengespeichert werden kann, wirkt sich der Stau auch auf meine Pakete aus, d.h. die Mailbox kann sie nicht an mich absenden, weil der naechste Netzknoten "STOP" signalisiert.

Wenn also auf der "schlechten" Linkstrecke viel Betrieb ist, muss ich trotz der normalerweise kurzen Antwortzeiten warten !

Es ist wie beim Oster-Reiseverkehr auf der Autobahn:

wenn irgendwo wegen eines Unfalls der Verkehr nur zaehfluessig geht, staut sich alles auf viele km zurueck, der Verkehr kommt auch an Stellen nahezu zum Erliegen, wo ueberhaupt kein Unfall war !

Klar ?

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Was uns im Linknetz "begegnet".

Wenn man das erste Connect-Kommando gegeben hat, meldet der eigene Computer bald ein "CONNECTED TO DB0xxx..."

Aber was passiert dann ?

Der Connect-Partner kann einer von drei typischen sein:

Es gibt natuerlich noch weitere Moeglichkeiten, aber die drei genannten sind in DL am haeufigsten anzutreffen. 


Die "DieBox"-Mailbox meldet sich und begruesst den Benutzer - wenn er dort schon mal eingeloggt war, sogar mit Namen. Mit dem HELP-Kommando kann man sich informieren. Wenn man in der Mailbox "drin" ist, hat man zumeist sein Ziel erreicht, d.h. man kann Bulletins auslesen und selber informationen "senden", d.h. in die Mailbox eintragen. 


Ein TheNet-Netzknoten meldet sich ueberhaupt nicht ! Man muss ihn schon "kitzeln", damit er was von sich gibt. Dafuer gibt es einige Kommandos:

i liefert eine Info, meist Standort und User-QRG

n liefert eine Liste der dem TheNet-Knoten bekannten Knoten, d.h. derjenigen Knoten, die man dann direkt connecten kann, ggf. ueber eine lange Strecke hinweg

r liefert eine Liste der bedienten Routen mit Parametern, die nur dem Eingeweihten etwas sagen

cq der Netzknoten ruft fuer uns dann CQ, ein hinter dem cq mitgegebener Text wird auch weitergegeben.

u liefert eine Liste der derzeitigen Benutzer dieses Knotens

Wenn man in einem TheNet-Knoten gelandet ist, gibt man "n" ein und weiss dann, wie man weiter-connecten kann.

Ein Flexnet-Knoten dagegen meldet sich mit einigen Angaben, zumeist einer Liste der wichtigsten Kommandos:

a Aktuelles, hier traegt der Sysop Neuigkeiten ein

i Info, Beschreibung des Netzknotens einschliesslich der weiterfuehrenden Linkstrecken

h HELP-Aufruf

f FIND-Funktion, hiermit kann man Benutzer "finden", man bekommt gesagt, ueber welchen Digi man sie derzeit erreichen kann

c CONVERS-Modus

u liefert eine Liste der derzeitigen Benutzer

q QUIT, damit wird ein disconnect erzeugt.

Die wichtigste Eigenschaft eines Flexnet-Knotens (beim derzeitigen Software-Stand):

wenn man ihn connected hat, kann man sich nicht weiterverbinden lassen !

Wenn man also in einen Flexnet-Knoten "hineingeraten" ist, muss man leider

disconnect geben; beim naechsten Versuch muss man diesen Knoten in seine

VIA-Angaben mit aufnehmen, d.h. man kann ueber ihn zu einem anderen

Knoten (oder User) weiter-connecten.

Bei der geplanten Flexnet-Software Version 3 ist das dann anders, d.h. aehnlich wie bei TheNet.

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Die neue Flexnet-Software Version 2.2 hat am Verhalten der RMNC-Knotennaemlich etwas grundsaetzlich geaendert:

wenn man einen Flexnet-Knoten connectet, kann man neuerdings weiter-connecten !

Das Kommando lautet wie folgt:

CONNECT call VIA digicall1 digicall2 usw.

Man kann natuerlich auch abkuerzen, einfach:

C call digicall1 digicall2 usw.zum

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Beim Datenfunk (und dazu gehoert PR) ist TXDELAY grundsaetzlich notwendig, um die Pakete sicher zu uebertragen.

TXDELAY ist die Zeit zwischen dem Sendebefehl (PTT) und dem eigentlichen Aussenden der Info, also eine Verzoegerung, die aus folgenden Gruenden notwendig ist:

Diese drei Punkte zusammen bewirken, dass - trotz PTT - der TX noch nicht sendebereit ist. Erst nach Ablauf der sich aus den drei Punkten ergebenden Verzoegerungszeit kann ein angelegtes Modulationssignal sauber moduliert ausgesendet werden.

Deshalb muss man dieses Anlegen der Modulations-Information verzoegern, genau das macht TXDELAY.

Und bei manchen Geraeten sind die Umschaltzeiten eben sehr lang, d.h. man benoetigt bei ihnen leider besonders viel TXDELAY.

Leider deshalb, weil in der TXD-Zeit das Geraet bereits nicht mehr empfangen kann, d.h. der TNC bemerkt nicht, dass schon eine andere Station angefangen hat zu senden, und so kommt es zu den Kollisionen auf der QRG, die eine Wiederholung erzwingen und die Uebertragung so langsam machen !

Deshalb sollte man alles tun, um die Umschaltzeit der Station kurz zu halten. Diese Umschaltzeit wird kuenstlich verlaengert durch den Betrieb von Mast-Vorverstaerkern, getrennten PA-Stufen usw. Hier sind also Punkte zum Eingreifen....

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Und noch ein Grund fuer TXD ist natuerlich der Empfaenger der Gegenstation, dessen Squelch zunaechst mal "aufgehen" muss. Deshalb sind die vielfach beschriebenen XR2211-Squelch-Schaltungen von Vorteil, weil sie sehr wenig Verzoegerung haben, d.h. sehr schnell "aufgehen" und deshalb den durch den eigenen Sender vorgegebenen Minimalwert herabsetzen !

Da sie nur auf die AFSK-NF-Toene ansprechen, nicht dagegen auf Rauschen, sind sie auch unempfindlich gegen (ISM-)Stoerungen, dh. ein ISM-Signal kann nicht den PR-Betrieb blockieren.

Wenn die Gegenstation einen solchen XR2211-Squelch hat, kann man TXD auf den durch den eigenen Sender vorgegebenen Minimalwert herabsetzen !

Aus der sich dabei ergebenden Differenz (z.B. typisch 100 msec gegenueber 300 msec) ersieht man, wie "langsam" der normale Squelch ist !

Grundsaetzlich ergeben sich beim RX dieselben Probleme wie beim TX unter Punkt 3, d.h. die RX-Stufen werden beim Umschalten von Senden auf Empfang erst mal wieder an Spannung gelegt und muessen sich im Arbeitspunkt einpendeln (NF-Stufen !). Und wenn sie nicht abgeschaltet werden, sind sie sicher durch den eigenen TX uebersteuert worden... Auch der RX braucht also eine gewisse Zeit, um empfangsbereit zu werden. Diese Zeit, zusammen mit der Squelch-Verzoegerung, ist also der RX-bedingte Beitrag zu TXDELAY.

in letzter Zeit werden im Zusammenheit mit 9600-Bd-Benutzereinstiegen (z.B. DB0IZ-9) und XR-2211-Squelch-Schaltungen wieder vermehrt die geraetespezifischen Umschaltzeiten und die TXDELAY-Werte diskutiert.

Hier soll versucht werden, die "Hintergruende" zu beleuchten.

Was sind die Gruende ?

Aus all diesen Fakten kann man ersehen, dass es sowohl eine Hochtast Verzoegerung des Senders als auch eine Einschalt-Verzoegerung des Empfaengers gibt. Und da jeweils 2 Funkgeraete an einer Funkverbindung beteiligt sind, ist es also klar, dass beide Verzoegerungszeiten wichtig sind und etwa gleich gross (besser gleich klein !) sein sollten.

Diese Umschaltzeiten kann man nur mit erheblichem Aufwand messen, man braucht dazu einen Speicher-Oszillografen mit echter Zweistrahl-Einrichtung, da man das PTT-Signal und die NF aus einem Messempfaenger oder Hubmesser (die ihrerseits geringste Verzoegerungen aufweisen muessen) parallel anzeigen/aufzeichnen muss.

Entsprechend wird die Empfaenger-Einschaltzeit mit Hilfe eines modulierten Mess-Senders gemessen.

In beiden Faellen wird die Zeit vom Umschalten der PTT bis zum Erreichen des voll-pegeligen Signals gemessen.

Was darf man nun fuer Zeiten erwarten ?

"Gute" Betriebsfunkgeraete sind zumeist "schneller" als AFu-Geraete und zeigen folgende Zeiten:

Quarzgesteuert: ab 5 msec

PLL-gesteuert: ab 15 msec (nur bei speziellen Geraeten fuer Datenfunk) ab 50 msec (sonst)

schlechte Geraete: 200 msec und mehr !

Leider werden die genannten (schlechten) Werte noch bei weitem durch die oben unter 3) genannten Zeiten fuer das Oeffnen des Squelch uebertroffen !

Wer also (und das ist leider bei PR noch der Normalfall) mit geschlossenem Squelch am Funkgeraet arbeiten muss, weil sonst der Modembaustein im TNC Dauer-Carrier anzeigt, verschenkt viel.... Die Umschaltzeiten im Squelch sind durch RC-Glieder (zur Vermeidung von "Flattern") stark verlaengert, es kommen da leicht 500 msec zusammen.

Es empfiehlt sich also in jedem Fall, solch eine XR-2211-Schaltung aufzubauen, die Kosten duerften um die 20 DM liegen.....

Mit allen diesen Problemen kann man bei den derzeit noch "normalen" 1200 Bd zwar einigermassen leben, aber oberhalb von 2400 Bd kommen weitere Schwierigkeiten hinzu, die sich aus dem nicht linearen Phasen- und Pegel-Gang der NF-Signale "hinter" dem RX ergeben. Deshalb wird fuer Versuche mit 9600 Bd immer wieder (zu Recht !) darauf hingewiesen, dass Geraete, bei denen die FM durch Modulation der PLL erzeugt wird, wegen der genannten Nichtlinearitaeten ungeeignet sind. Hier sind nur Allmode-Geraete brauchbar, die ihre FM durch Modulation eines Quarzoszillators erzeugen, der zur PLL-Frequenz hinzugemischt wird, und das ist natuerlich - speziell fuer den Digi selber - eine teure Angelegenheit.

Man muss dabei bedenken, dass fuer solche Hochgeschwindigkeits-Uebertragungen ein NF-Modulationsbereich erforderlich ist, der bei 0...20 Hz beginnt - die z.B. von G3RUH gewaehlten Codierungsverfahren erzeugen zeitweise nahezu einen "Gleichspannungspegel", und der muss richtig uebertragen werden koennen, sonst kommt es zu Bitfehlern !

Fazit: fuer den Normal-PR-Benutzer muss man die Nachteile der PLL-Geraete wegen der ansonsten gegebenen Vorteile hinnehmen, fuer Digis ist ein altes Betriebsfunkgeraet mit Quarzsteuerung besser, und fuer 9600-Bd-Benutzereinstieg braucht man entweder eine alte Quarzmuehle oder einen Allmode-Transceiver.zum

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Drei "Modes" bei Packet Radio 
und die sich darauf abstuetzenden Arten von Terminalprogrammen.

Es gibt

Wenn man einen TNC erwirbt (oder den Bausatz dafuer) ist normalerweise ein EPROM mit einem TAPR-Programm drin.
Es gibt aber von WA8DED ein weiteres Programm fuer TNCs, das sowohl den Host-Modus als auch (wahlweise) den KISS-Modus beherrscht. Eine deutsche Variante (von NORD><LINK) heisst TheFirmware (TF).
Und in den sogenannten Multimode-Controllern (wie PK-232, KAM usw) gibt es weitere Varianten der o.a. Programme.
Man muss sich also darueber im klaren sein, was fuer eine Software man im TNC zur Verfuegung hat - danach richtet sich, welches Terminalprogramm man verwenden kann.
Wer allerdings einen C-64 oder C-128 sein eigen nennt, fuer den gibt es kaum eine Frage: er verwendet DIGICOM.
Eine naehere Betrachtung zeigt folgendes:

Die Kommandos sind 'Schluesselworte' bzw. deren Abkuerzungen, man kann sie sich (einigermassen) leicht merken.
Man kann mit dem TNC mit Hilfe nahezu jedes einfachen Terminalprogramms verkehren, da eigentlich nur gefordert wird, dass einige Kontroll-Codes mit dem Terminalprogramm erzeugt werden koennen, wie z.B. CTRL-C.
Es kann also eines der vielen BASIC-Demo-Terminalprogramme sein (sofern man den CTRL-C-Fall damit loesen kann), aber auch eines der vielen Terminalprogramme, wie sie fuer den Zugriff auf Telefon-Mailboxen zu haben sind. Diese letzteren Programme bieten recht viel Komfort.

Nachteil: man kann das Multi-Connect-Feature der TNCs fast nicht ausnutzen, da es nur einen 'Schirm' (sprich eine gemeinsame Darstellung fuer den Sende- und Empfangszweig) gibt. Und die Monitor-Darstellung geht natuerlich auch auf den gleichen Bildschirm wie die QSO-Daten. Also ein mittleres Chaos bei der Anzeige

Das oben erwaehnte WA8DED-Programm kann auch in einem normalen Terminalmodus betrieben werden, der sich dadurch auszeichnet, dass keine CTRL-Codes erforderlich sind - also ein Anwendungsfall fuer das oben zitierte primitive BASIC-Programm.

Zu b) Beim Host-Modus (den das Programm im TNC beherrschen muss !) wird der Datenverkehr zwischen TNC und Computer streng geregelt. Der TNC darf nur dann etwas 'sagen', wenn er vom Computer (eben dem 'Hausherrn') dazu aufgefordert wird.

Die verwendeten Kommandos sind zumeist mehrere Bytes lange Codes, auch die Quittungen sind streng formalisiert.
Das erleichtert die Erstellung von tollen Terminalprogrammen, die zumeist folgende Features bieten:

Fuer jeden der (oft 4 oder 5) "Kanaele", auf denen man parallel QSOs fahren kann, gibt es einen voellig getrennten Bildschirm. Die Auswahl, d.h. die Umschaltung zwischen den "Kanaelen", erfolgt meist mit Funktionstasten.

Jeder dieser Schirme ist in mehrere Bereiche unterteilt, die folgende Zuordnung haben:

Zu c) Bei der Betriebsart KISS hat der TNC nur noch sehr wenig Arbeit: er muss nur wenig mehr als die reine Modem-Funktion erledigen, der Rest erfolgt im Computer.

KISS ist also aehnlich wie DIGICOM aufgebaut. Da scheiden sich allerdings auch schon die Geister manche KISS-Programme (oder besser deren Programmierer) sind wohl ueberfordert, denn sie produzieren leider viele AX.25-Protokoll-Fehler, weil sie zeitlich mit der grossen Menge Arbeit nicht zurecht kommen.

Denn im Gegensatz zu TAPR-Modus und Host-Modus, wo der TNC die einlaufenden Pakete bearbeitet und die notwendigen Quittungen aussendet, die Daten zwischenspeichert, bis das Programm sie entgegenzunehmen erlaubt (Handshake bei TAPR) bzw. sie abholt (beim Host-Modus), wird beim KISS-Modus nichts dergleichen im TNC getan, das muss alles im Computerprogramm erledigt werden, und da ist eben doch einiges zeit-kritisch.

Die Auswahl an (gut funktionierenden) KISS-Modus-Programmen ist leider nicht gross... Ansonsten haben KISS-Modus-Programme die gleichen Features wie die Host-Modus-Programme.

Allerdings hat der KISS-Modus einen Vorteil: er ist bei allen TNCs und Multimode-Controllern "gleich", d.h. ein Programm kann ohne Probleme mit allen Arten von TNCs zusammenarbeiten.

Zu d) Das Programm DIGICOM entspricht in seiner Aufgabenstellung eher dem KISS-Modus, weil es praktisch die gesamte Arbeit macht (es gibt naemlich keinen TNC, sondern nur ein Modem). Was die Moeglichkeiten von DIGICOM betrifft, ist es mit den guten Host-Modus-Programmen ohne weiteres vergleichbar.

Fazit:

wer einen C-64 oder C-128 besitzt, der braucht nicht lange zu ueberlegen: es kommt nur DIGICOM infrage.

Wer einen IBM-kompatiblen PC (oder Atari, Amiga...) besitzt, braucht also - neben einem TNC - ein entsprechendes Terminalprogramm. Er tut gut daran, die ersten Erfahrungen mit einem simplen Terminalprogramm und dem TAPR-Modus zu erwerben. Danach hat man sicher ein gutes Gefuehl dafuer, welches der diversen tollen Programme man zukuenftig benutzen moechte - nachdem man sie bei einem Freund im OV ausprobiert hat...

Die genannten Programme sind PD (public domain) und koennen frei kopiert werden, sie sind ueblicherweise gegen Erstattung der Kosten fuer die Floppy, die Dokumentation und das Porto bei den Programmierern erhaeltlich, oft sogar einschliesslich Sourcecode.

Informationen ueber die o.a. Programme kann man aus den gleichnamigen Rubriken in den Mailboxen beziehen.

Es gibt natuerlich auch "kommerzielle" Programme fuer teures Geld, aber deshalb sind sie keineswegs besser.

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DX-Cluster - muessen wir das auch noch lernen?

Natuerlich muss niemand - aber es waere sicher zumindest fuer DXer ganz praktisch, da mal "reinzuriechen".

Was ist ein DX-Cluster - was ist ueberhaupt ein Cluster ?

Ein Cluster ist in der EDV sozusagen eine "Zusammenballung" (engl. Traube) von Rechnern.

Und hier ist es eine "Zusammenballung" von DXern - so einfach ist das.

Eine zentrale Station dient dabei als 'node' (= Knoten), sie wird oft faelschlicherweise als DX-Cluster angesprochen, in Wirklichkeit ist der DX-Cluster aber die Summe aus den 'usern' (= Benutzern) und den 'nodes', und da sind normalerweise mehrere nodes im Cluster...

Ein DX-Cluster-Node ist vergleichbar mit einem Digipeater mit Convers-Modus, in dem sich alle DXer treffen !

Wenn man sich bei einem DX-Cluster-Node einloggt (also den DX-C connected), wird man aehnlich wie bei einer Mailbox zuerst mal begruesst, und man erfaehrt, wieviele solcher Nodes ueber das PR-Link-Netz zusammengeschaltet sind, und wieviele DXer in diesem Cluster eingeloggt sind.

Und die Summe dieser DXer ist es, die das "Mitmachen" so attraktiv macht:

Die Zahl der DX-Cluster-Nodes ist beinahe taeglich am ansteigen - die ersten waren DB0BCC bei Landshut und DB0SPC bei Mainz, jetzt sind HB9KNB in St.Gallen und DB0OVA-15 in Neumarkt dazugekommen, weitere Nodes werden erwartet....

Wenn man also nur so stille eingeloggt ist, bekommt man in mehr oder weniger regelmaessigen Abstaenden kurze DX-Infos zugespielt....

Mit H (oder ?) kann man Helptexte abrufen...

Nur in einem ist die Bedienung voellig anders als bei Mailboxen: man darf ein neues Kommando erst dann eingeben, wenn die Promptzeile auf dem Schirm ist, sonst "wuergt" man die Ausgabe des vorherigen Kommandos ab !

Wer sich ernsthaft dafuer interessiert, kann beim Sysop von DB0BCC, DL6RAI, gegen einen Unkostenbeitrag von 20.- DM eine Broschuere (reichlich 70 Seiten) anfordern, die neben einer Einfuehrung in Packet Radio alles Wissenswerte ueber DX-Cluster enthaelt - mit Befehlsliste usw..

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Einfache PR-Loesung fuer PC´s

Ja, zumindest fuer den sogenannten PC - also die grosse Zahl der IBM-kompatiblen Rechner - gibt es jetzt BayCom.

BayCom benoetigt ein aehnlich einfaches Modem wie DIGICOM, man kann sogar sein altes C-64-Modem fuer BayCom mit kleinen Aenderungen weiterbenutzen.

Die Stromversorgung der BayCom-Modems erfolgt aus den Signalen der V24-Schnittstelle, d.h. man braucht kein zusaetzliches (Stecker-) Netzteil fuer das Modem, was besonders beim /p-Betrieb sehr angenehm ist.

Die BayCom-Gruppe bietet Modem-Bausaetze an, und zwar ein ganz normales Modem mit einem TCM-3105 IC - also nur fuer 1200 Baud - und ein ansonsten nahezu schaltungsgleiches Modem in SMD-Bauweise, also mit den modernsten Kleinbauteilen. Das SMD-Modem ist so klein, dass es in den V24-Stecker reinpasst, ist also ideal fuer den Reisebetrieb mit Laptop oder Notebook !

Die BayCom-Gruppe plant noch ein weiteres Modem auf der Basis AMD-7911, das auch auf 300 Baud fuer Kurzwellenbetrieb umgeschaltet werden kann, aber aufgrund seines erhoehten Strombedarfs nicht aus der V24-Schnittstelle versorgt werden kann - hier ist also ein kleines Steckernetzteil erforderlich.

Ein kleiner Wermutstropfen: die seriellen Schnittstellen gewisser Laptops und Notebooks sind nicht so ganz 8250-kompatibel, und dann will BayCom nicht... Auch klappt manchmal die Stromversorgung aus der V24-Schnittstelle nicht, weil die Schnittstellenbausteine nicht die benoetigten Pegel liefern. Hier hilft evtl. eine vorherige Umfrage in Packet Radio eine Fehlanschaffung verhindern... Bei normalen Home-PCs hat es aber bisher keine Probleme gegeben !

BayCom beinhaltet auch eine spezielle Software fuer PCs, deren Befehls-Syntax den Digicom-Benutzern recht bekannt vorkommen duerfte, denn einer der Autoren ist Flori DL8MBT, der auch massgeblichen Anteil an DIGICOM hatte.

Features der BayCom-SW in Kuerze:

usw. usw. usw...

Fragen bitte an Rudi Dussman, DK5RQ @ DB0RGB

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Die Uebertragung binaerer Informationen.

Was ist ueberhaupt unter binaerer Information zu verstehen ?

Nun, dazu gehoeren startbare Programme (beim PC spricht man da von EXE-Files bzw. COM-Files) und die neuerdings so begehrten Bilder.

Natuerlich koennte man Programme auch im Sourcecode uebertragen, und das tut man auch, aber da gibt es zwei Schwierigkeiten:

zum einen kollidieren die deutschen Umlaute mit den geschweiften bzw. eckigen Klammern, und die letzteren braucht man dringend in C- und Pascal-Programmen, und

nicht jeder hat die notwendigen Compiler (oder den gerade benoetigten), um solche Sourcecodes in startbare Programme zu uebersetzen.

Man kann nun aber binaere Informationen nicht ohne weiteres in PR uebertragen, aus folgenden Gruenden:

Um diesen Aerger zu umgehen, darf man also nur die sogenannten 'graphics' benutzen, das sind diejenigen Zeichen der ASCII-Tabelle, die 'druckbare' Zeichen darstellen.

Die binaere Information der Programme oder Bilder muss also vor dem Aussenden so umgeformt werden, dass sie dieser Bedingung entspricht, und nach dem Empfang muss entsprechend wieder zurueckgewandelt werden.

Dadurch werden die zu uebertragenden Informationen natuerlich laenger, aber das muss man dann eben in Kauf nehmen.

Solche Wandelprogramme gibt es nun schon recht lange und praktisch wohl fuer jeden Rechnertyp, hier eine kurze Auflistung:

AtoB/BToA - Radix95, UUE, 7Bit, Seven, 7Plus usw. usw. usw.

Einige davon - insbesondere Radix95 - haben so schwere Maengel, dass sie jetzt ueberhaupt nicht mehr in PR verwendet werden.

Das eigentlich optimale Programm zur Uebertragung binaerer Daten ist 7PLUS, aus folgenden Gruenden:

Das hoert sich alles sehr kompliziert an, ist es aber ueberhaupt nicht, nach dem ersten Versuch hat man sofort 'den Bogen raus'.

7PLUS setzt nur eines voraus, naemlich dass das Terminalprogramm im sog. 8-Bit-Modus arbeitet. Dazu gibt es aber in der zugehoerigen Anleitung eine Menge Informationen, so dass jeder damit klar kommen sollte.

Wer also bisher Scheu vor der Uebertragung von startbaren Programmen und/oder Bildern hatte, sollte sich mal um 7PLUS bemuehen.

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Die Uebertragung von Bildern

Es gibt eine Rubrik BILDER in den Mailboxen, in denen stehen Bilder zu Hunderten - wie kann man sich nun die ansehen? Nun, zuerst mal die Grundlagen.

Es gibt eine ganze Menge sogenannter Standards, nach denen Bilder im echner verschluesselt werden koennen, frueher hatte jedes "Malprogramm" ein eigenes Verfahren.

Fuer PR hat sich aber das GIF ('graphics interchange format') durchgesetzt, welches von der amerikanischen Compuserve Inc. unterstuetzt wird, die (Telefon-) Mailboxen usw. betreibt.

Dieses GIF-Format enthaelt die Bildinformation in einer bereits recht gut komprimierten Form, d.h. die Bild-Files sind nur so lang wie unbedingt noetig.

Um solche GIF-Files zu erzeugen gibt es eine Reihe von Tools, die Bilder aus den Formaten, wie sie von "Malprogrammen" oder Scannerprogrammen verwendet werden, in GIF umwandeln.

Um GIF-Files dann auf dem Schirm ansehen zu koennen, gibt es auch viele Tools, insbesondere die von Bob Montgomery (USA) sind empfehlenswert !

Da ist zuerst mal das gute alte GIF.EXE zu nennen, das zwar schon etwas altertuemlich erscheint, aber immer noch auf jedem VGA- bzw. EGA-Schirm zum arbeiten zu bringen ist !

Sein Nachfolger war VGIF.EXE, und jetzt ist VPIC.EXE mit der Version V 4.5 aktuell. Mit VPIC kann man Bilder vieler verschiedener Normen darstellen und ineinander umwandeln.

Im Gegensatz zu GIF.EXE benoetigt VPIC fuer jeden Graphik-Adapter (also die Graphikkarte im Rechner) eine spezielle Anpassung, man muss also zuerst mal einen Blick auf die korrekte Bezeichnung der verwendeten Grafikkarte werfen, bevor man VPIC konfiguriert.

Mit beiden Programmen ist es moeglich, aus der Menge vorhandener GIF-Files einige auszuwaehlen (durch "Anklicken" mit der Leertaste) und dann durch Betaetigen von F2 als Dia-Show ablaufen zu lassen.

Ein interessantes kleines Tool ist GIFDIR, das wie folgt verwendet wird:

dir *.gif | gifdir

d.h. es wird mittels Pipe-Zeichen an ein DIR angehangen, und es zeigt dann die Aufloesung aller im aktuellen directory befindlichen GIF-Files mit der Anzahl verwendeter Farben usw.

Es gibt auch eine weitere interessante Graphic-Norm, JPEG genannt, die noch wesentlich kompaktere, also kleinere Bilderdateien erzeugt. Sie wird vorwiegend in der Apple-Welt (also auf den "Mac's") verwendet, leider gibt es bisher noch kaum fuer PC's geeignete Tools dafuer. Solche JPEG-Files werden aber schon in die Rubrik BILDER eingespielt - fuer erste Versuche...

Fuer den C64 ist m.W. diese (GIF-) Seite des PR-Hobbys bisher nicht zugaenglich, weil die gesamten HW-/SW-Voraussetzungen andere sind, schade.

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K a m p f - P a r a m e t e r

Allgemein

zu verstehen hat - denn es werden immer wieder einzelne Stationen beschuldigt, durch Einstellen von Kampfparametern eine Digi-Einstiegs-QRG zu ihren Gunsten zu blockieren bzw. andere Stationen "wegzudruecken"....

Vorab eine Feststellung:

der TNC eines Users (oder sein TFPCX-Treiber oder Terminalprogramm, wenn er keinen TNC benutzt) geht nur dann auf Sendung, wenn der Rx gemeldet hat, dass die Frequenz frei, also nicht durch Sendungen anderer Stationen belegt ist !

Daraus folgt, daß das "Wegdruecken" oder "Ueber-Buegeln" durch eine andere Station irgendwelche Gruende hat, die in der Stations-Hardware oder in den eingestellten Parametern begruendet liegen.

Also:

Der TNC von User 1 befiehlt "Sendung", aber bis der Traeger endlich in der Luft und somit von anderen Usern zu hoeren ist vergehen - ganz leger gesagt rund 100 msec, weil ja zuerst mal die PLL auf der Sendefrequenz einrasten muss, solange ist der Sender noch blockiert, erzeugt also keine HF.

Und in diesen 100 msec glauben alle anderen User zu Recht, dass die Frequenz noch frei ist und versuchen ebenfalls auf Sendung zu gehen. Und irgendeiner ist der Staerkste und drueckt dann eben die anderen weg - so einfach ist das !

Wer allerdings seinen Squelch bis an den Anschlag "zugemacht" hat hoert die anderen Stationen auf der Frequenz (bis auf den Digi natuerlich) auch nicht und drueckt sie dann ebenfalls an die Wand...

Nun zu den eingestellten Parametern - der Einfachheit halber benutze ich die Bezeichnungen von BayCom, bei anderer Software heissen sie aehnlich.

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1) TXDELAY

Der Sinn ist zweifach: zum einen soll die Sender-Hochtastzeit des eigenen Senders damit ueberbrueckt werden (siehe oben), zum anderen soll damit abgewartet werden, bis der Squelch beim RX der Gegenstation "offen" ist.

Wenn man da einen Wert von 30 einstellt (ergibt dann 300 msec) liegt man fuer den Anfang schon ganz gut.

Man sollte aber versuchen, den Wert stueckchenweise zu verkleinern, bis man beim Digi nicht mehr richtig "verstanden" wird, dann wieder etwas hochsetzen, weil man bei zu grossem Wert unnoetigerweise die Frequenz zu lange belegt, in der TXD-Zeit wird ja keine Nutzinformation gesendet !

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2) DWAIT

Das ist eine kuenstliche Verzoegerung vor dem Senden trotz freier QRG.

Und dies ist bitter noetig, denn wenn man sofort senden wuerde, wenn die Gegenstation (z.B. der Digi) aufhoert zu senden, haben andere Stationen keine Chance, auch mal ihre Pakete loszuwerden !

Ein Wert im Bereich 10...30 (ergibt 100...300 msec Verzoegerung) ist recht gut.

Manche Terminal-Software arbeitet statt dessen mit PERSISTENCE. Da wird eine Zufallszahl "gewuerfelt", und wenn sie groesser ist als die mit PERSISTENCE eingestellte Groesse wird erst gewartet und dann nochmals gewuerfelt - durch dieses Zufallsverfahren kommen dann alle mal dran.

Ein sinnvoller Wert fuer PERSISTENCE ist 255 geteilt durch die Zahl der User am Digi (bei 5 Usern also rund 50) - wenn es weniger User sind als man beim Einstellen beruecksichtigt hat macht das nichts, aber wenn man zu wenig User einkalkuliert hat, also einen zu grossen PERSISTENCE-Wert, blockiert man ggf. mit seinen Parametern die Frequenz.

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3) RESPTIME

Dies ist die Zeit, die der eigene TNC oder das eigene Programm verstreichen laesst, bis ein eingetroffenes Paket quittiert wird.

Wenn man diesen Wert zu klein waehlt, sendet man evtl. unnoetigerweise eine Quittung, obwohl die Gegenstation eigentlich noch ein Datenpaket senden wollte, das man dann gemeinsam haette quittieren koennen - also ein Wert von 1...2 (ergibt 100...200 msec) waere sicher gut.

Der Wert sollte aber kleiner sein als das FRACK der Gegenstation, damit man von dieser nicht etwa schon gepollt wird, weil sie die Quittung vermisst.

Anmerkung: Pollen nennt man den Vorgang der (wiederholten) Zweitaussendung, weil der angesprochene Partner nicht antwortet..

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4) FRACK

Dies ist die Zeit, die eine Station nach Senden eines Paketes auf eine Quittung wartet - nach Ablauf dieser Zeit meint sie (zu Recht), dass das Paket verlorengegangen sei oder verstuemmelt wurde und sendet es nochmals.

Hier sind Werte groesser 200 msec wichtig, um den bei RESPTIME beschriebenen Effekt zu vermeiden, 1 sec ist schon sehr sozial bei "Betrieb" auf dem Digi.

Wenn man nach der Methode des Level-1-Digipeatings (also C DL9ZZZ via digi1 digi2 digi3 usw.) arbeitet kommt die Quittung evtl. sehr spaet, weil sie die ganze Digi-Kette durchlaufen muss - dann muss man einen entsprechend grossen Wert einstellen.

Viele Programme errechnen aus aktuellen Zeitmessungen einen sogenannten 'round-trip-timer', d.h. sie benutzen FRACK nur als einmaligen Startwert und passen sich dann automatisch der (gemessenen) Realitaet an. Da hat man dann keinen Einfluss mehr auf den benutzten FRACK-Wert.

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5) MAXFRAME

Dieser Parameter gibt an, wieviele Pakete man hintereinander ausenden darf, bis man auf eine Quittung warten muss - es sind maximal sieben.

Wenn man jedoch groessere Datenmengen sendet und man ist nicht ganz allein auf der Frequenz (das passiert doch wohl nur weit nach Mitternacht), sollte man MAXFRAME auf 1 stellen - alles andere ist Leichtsinn (wenn eines der "vielen" Pakete verlorengeht werden alle wiederholt) und Frechheit (weil man dann unnuetz die Frequenz durch seine vielen Retries blockiert).

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Was passiert nun bei falsch eingestellten Werten ?

Wenn man TXD zu klein einstellt wird man vom Digi nicht verstanden - wenn man es zu gross waehlt belegt man unnuetz lange die Frequenz.

Wenn man DWAIT zu klein waehlt laesst man den anderen Usern keine Moeglichkeit auch mal ihre Pakete an den Digi loszuwerden - das ist dann eine echte Frechheit und gehoert zu den "Kampfparametern" !

Wenn man RESPTIME zu klein waehlt bleiben auch keine Luecken, in denen die anderen User mal senden koennen - ebenfalls ein "Kampfparameter" !

Wenn man FRACK zu klein vorgibt hat die Gegenstation keine Moeglichkeit in dieser kurzen Zeit die Quittung zu senden - vor allem wenn "Betrieb" am Digi ist, muss dieser ja auch mal was an die anderen senden und die Quittung auf das eigene gesendete Paket kommt eben etwas spaeter - wenn man dann schon den Digi gepollt hat oder das Paket nochmals gesendet hat blockiert man unnoetig die Frequenz - auch ein "Kampfparameter" !

Und wenn man MAXFRAME beim Senden von langen Files zu gross waehlt riskiert man viele Retries und blockiert auch dadurch die Frequenz fuer andere - auch ein "Kampfparameter" !

Es gibt also eigentlich nur genau 5 Parameter, die man mit etwas Fingerspitzengefuehl einstellen muss - dieser kleinen Muehe sollte sich jeder unterziehen !

Dann muss man sich auch nicht dem Vorwurf stellen, durch Kampfparameter den anderen Usern den Spass an PR zu verderben.

Es sind - wie die Erfahrung zeigt - eigentlich nur die echten Newcomer, die auf falsche Voreinstellungen der ihnen noch nicht so vertrauten Software reinfallen, und einige wenige PR-Oldtimer, die mit Gewalt und Ellenbogen ihre Daten durchbringen wollen. Aber diese wenigen User mit Kasmpfparametern machen allen anderen das Leben schwer....

Also bitte kontrolliert diese fuenf Parameter doch mal....

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"mühsamer" Zugriff zur Mailbox

Ist es Euch nicht auch schon so gegangen:

man connectet seine Mailbox, aber außer der Connect-Meldung passiert zunächst mal nicht...

Mühsam erhält man nach Minuten die Begrüßungsmeldung und den Hinweis auf ein persönliches File, das man natürlich sofort auszulesen versucht. Auch dies dauert wieder mehrere Minuten.

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Manchmal reagiert die Box für zwei Minuten überhaupt nicht mehr - woran liegt das alles ?

Es liegt nicht daran, daß der Sysop einen zu langsamen "Dampf-Rechner" benutzt, sondern es gibt dafür zwei einfache Gründe:

1. kann es sein, daß 27 Benutzer und/oder andere Mailboxen eingeloggt sind, und alle wollen Files lesen/schreiben:

dann reicht die Rechenleistung eines PC eben nicht so ganz aus, es geht entsprechend langsamer...

2. kann es sein, daß ein Benutzer ein Kommando der folgenden Form gegeben hat:

CHECK < irgendeinstichwort

dann muß das Mailboxprogramm die gesamten in der Box vorhandenen Bulletins (das sind die öffentlichen Files) ansehen, d.h. es wird versucht herauszubekommen, ob das beim CHECK-Kommando angegebene Stichwort in irgendeinem Titel vorhanden ist, und alle diese solcherart gefundenen Zeilen werden dann anschließend angezeigt.

Wie gesagt, das dauert mehrere Minuten und solange "steht die Box still" für andere Benutzer !

Wenn sowas passiert empfiehlt sich zuerst mal das Eintippen der folgenden Kommandos:

V zeigt unter RPS an, ob noch Rechenleistung zur Verfügung steht, bei Werten von 0...3 ist der Rechner "zu"

U zeigt an, wieviele User eingeloggt sind.

Und weshalb geben (natürlich immer "andere") User so ein blödes CHECK mit Umleitung zur Titelsuche ?

Das hat ggf. einen ganz einfachen Grund, er liegt in einem - von uns seit Jahren bemängelten - etwas blödsinnigen Vorgehen des DieBox-Programms:

wenn der Sysop oder ein Co-Sysop in der Box aufräumt, dann tun sie das ja meist zu normalen Zeiten - nachts um 3 Uhr möchten auch sie schlafen.

Sie löschen Bulls, die versehentlich ohne vernünftige Lifetime eingegeben wurden oder die in AFu-Boxen nichts zu suchen haben, sie verschieben andere Bulls in die korrekte Rubrik usw.

Und durch sowas verschieben sich natürlich die Nummern aller anderen Bulls in der Rubrik, die vorher "dahinter" lagen, also eine größere Nummer hatten.

Und so passiert es, daß man ein Bulletin im CHECK angezeigt bekommt, aber wenn man es dann kurze Zeit später auslesen will ist es nicht mehr da - der Sysop war zur gleichen zeit aktiv und durch seine Arbeit ist das gesuchte File entweder in eine andere Rubrik verschoben oder gelöscht worden, oder es hat auch nur eine andere Nummer bekommen.

Wir haben schon lange gefordert, daß bei solchen Aktionen nicht die Nummern "dichtgeschoben" werden, sondern daß ersatzweise ein Hinweisfile hineinkommt, in dem auf das "Löschen" oder "Verschieben in Rubrik XYZ unter Nummer nn" verwiesen wird.

Diese Hinweisfiles sollten dann nachts - bei der üblichen automatischen Säuberungsaktion in der Mailbox - gelöscht werden, zu dieser Zeit wird dann niemand behindert, weil die Box sowieso nicht von außen zugänglich ist.

Aber das ist eine Sache der DieBox-Software - angeblich kommt sowas in der Version V2.0 ?

Und aus all den oben genannten Gründen geben Benutzer das blöde CHECK mit Umleitung, weil sie das gesuchte File nicht wiederfinden....

Man kann sich natürlich sozial verhalten und ein entsprechendes

LIST rubrikname < stichwort

eingeben - meist weiß man ja, in welcher Rubrik man suchen muß. Und das ist ann nicht so rechenaufwendig und legt die Box nicht gleich lahm.....

Also: wenn man weiß, in welchen zwei Rubriken was stehen könnte, dann bitte lieber zweimal das obige Listkommando verwenden, als einmal das CHECK mit Umleitung.

Nur wenn man nach einem Stichwort sucht, daas evtl. an keine feste Rubrik gebunden ist, muß man leider auf das unsoziale CHECK < stichwort zurückgreifen - aber bitte nicht in der Hauptarbeitszeit der Box ! Vielleicht kann man ja bis zu den TV-Nachrichten warten, da sind dann weniger User drin......

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User-Mails

Jeder schreibt doch mal einem Freund eine Mail, und er bekommt auch User-Mails zugestellt.

Wenn dies von Ferne erfolgt, wundert man sich doch sehr, daß manche Mails gleich mehrfach ankommen - woran liegt das ?

Nun, es giebt zwei Gruende, und die kann kann man am Header der Mail unterscheiden - der Header ist die Liste der durchlaufenen Mailboxen am Kopf der Mail.

Wenn die Header der betroffenen Mails zeigen, daß sie unterschiedliche Wege gegangen sind, ist folgendes passiert:

die Absende-Mailbox hat für die Zielrichtung mindestens zwei verschiedene Wege vorgesehen, und sie hat die betreffende Mail dann versehentlich auf zwei oder mehr Wegen gleichzeitig losgeschickt

Ab DieBox 1.9a wird das sicher vermieden, aber wenn unterwegs noch eine Box mit aelterer Software durchlaufen wird, kann das dort auch wieder so passieren.

Und was ist, wenn die Header gleiche Wege der Mail anzeigen ?

Nun, dann sind sie über schlechtere Linkstrecken gelaufen, und nachdem die eigentliche Mail hinter der Linkstrecke in der naechsten Mailbox angekommen ist, die dies positiv quittiert hat, ist die Linkstrecke "abgerissen".

Und wenn dann die Quittung nicht mehr die Absende-Box erreicht, glaubt diese, da sei was schiefgelaufen, und sendet die Mail nochmals - und erst dann laeuft wirklich was schief - die Mail kommt doppelt an (oder dreimal...).

Da User-Mails ja doch meist relativ kurz sind, ist die Chance groß, daß so ein Link-Abriss gerade die Quittung "trifft", und dann ist es passiert.

Die Mailboxen (bzw. ihre Software) koennen wirklich nix dafuer - das liegt eben an der nicht 100 %igen Zuverlaessigkeit der Linkstrecken. Aber da wir ja kein professionelles Netz betreiben...

Und da es bei User-Mails keine BullId gibt (die bei Infos verhindert, dass sie mehrfach in einer Box abgelegt werden) kann die empfangende Box nicht feststellen, dass sie genau diese User-Mail ja schon erhalten hat.

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Probleme von Newcomer beim Betrieb ihrer neu eingerichteten PR-Station

Sie melden oft zwei Arten von Problemen:

Nun , wenn mich der Digi nicht immer oder nicht sofort versteht gibt es dafuer genau zwei moegliche Gründe (abgesehen von Ausbreitungs- und 'hidden station'-Problemen):

Also in diesem Fall den FRACK hochsetzen !

Viele Programme ermitteln einen sogenannten 'round trip timer', d.h. sie messen die wirklichen Antwortzeiten. Z.B. ist bei BayCom der FRACK nur ein Startwert, das Programm ermittelt die Zeit aufgrund gemessener Werte aus dem praktischen Betrieb - aber dazu muss es auch erst mal Gelegenheit haben.

Wenn also bei BayCom immer bei den ersten ausgesendeten Frames angeblich keine Quittung kommt ist dieser Startwert zu klein - also auch dann FRACK um einiges hochsetzen, damit die Messung schnell zu einer realistischen Groesse kommt bzw. gleich bei hoeheren Werten anfaengt...

Und wer keine Handfunke hat (oder nur eine Handfunke hat und mit dieser PR macht) kann ja mal einen entsprechend ausgeruesteten Freund herbei-bitten ?

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Nun, und wenn ich den Digi oft nicht 'verstehe' ?

Abgesehen von sonstigen Problemen sind hier besonders diejenigen betroffen, die mit einem BayCom-Modem und entsprechender Treiber-Software (also BayCom-L2 oder TFPCX) arbeiten:

im Gegensatz zu TNC-Betrieb muß bei so einer Installation der Rechner jedes einzelne Bit des Frames entschluesseln. Dazu muss der Treiber auch die dafuer notwendige Rechenzeit erhalten, und das regelmaessig in kleinen Zeitabstaenden.

Nun gibt es aber Programme, insbesondere sogenannte TSRs (also im Hintergrund laufende Programme), die den Interrupt unverstaendlicherweise viel zu oft und viel zu lange sperren - und wenn der Interrupt gesperrt ist kommt der Treiber natuerlich nicht an die Regie und es flutschen schnell mal Bits vorbei. Und wenn dann ein Frame zu Ende ist, kommt ein CRC-Fehler zustande, das Frame muss also vom Digi wiederholt werden.

Welche Programme sind es nun, die solche Probleme bereiten ?

Dazu hat sich Rene DG0FT ausfuehrlich in der TFPCX-Dokumentation ausgelassen:

es sind die residenten Programme wie KEYB.COM, EMM386 und andere.

Ohne KEYB.COM kommt man bei Benutzung einer deutschen Tastatur wohl nicht gut aus, aber es gibt da besonders 'schnelle' Versionen wie CKEYGR.COM usw, die man in den Boxen findet.

Und notfalls muss man eben Betrieb ohne EMM386 machen - wenn dieser durch seine Interrupt-Sperren den PR-Betrieb behindert.

Ein 'besonderes Kapitel' sind die Platten-Cash-Programme - sie machen nicht nur Aerger, wenn mal was abstuerzt und dann die Files auf der Platte durch das Cash-Programm gelitten haben - sie sind auch Quelle der oben genannten Interruptsperren. Und da moderne Festplatten so schnell sind, dass man ohne Platten-Cash-programm auskommt, sollte man sie rauswerfen...

Btte in der eigenen CONFIG.SYS mal nachsehen, was da alles mittels

DEVICE=...

resident geladen wird - vielleicht kann man doch für PR-Betrieb auf einiges verzichten ? Es gibt aber noch eine andere Moeglichkeit, weshalb manche User manchmal ihren Digi nicht 'mitbekommen':
sie haben vergessen die Stromsparschaltung ihrer Handfunke ausser Betrieb zu nehmen !
Vor allem wenn wenig Betrieb auf dem Digi ist schlaegt die Stromsparschaltung zu, d.h. schaltet den Empfaenger ab. Sie schaltet dann nur noch einmal pro Sekunde fuer ein paar Millisekunden den RX ein - und dadurch geht oft der Anfang des Frames verloren.
Aber Bedienfehler muss eben jeder selber 'ausbaden'....

vy 73 Jochen DK1XK @ OE9XPI



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Letzte Änderung am : 04.01.1999